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Ansprechpartner*innen

Koordinator:

PD Dr. Peter Glasner

pglasner[at]uni-bonn.de

 

Doktorandvertreter*innen:

Jens Müller

jens.mueller[at]uni-bonn.de


Julia Weiss

juweiss[at]uni-bonn.de

 

Wissenschaftliche Hilfskraft:

Robert Menne

rmenne[at]uni.bonn.de

 
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Abstract: Dramaturgien der Verwandlung

Das Thema geht aus vom historisch verbürgten Doppelsinn des Begriffs der Verwandlung – verstanden einerseits als Moment einer Transformation, die auf der Bühne an einer Figur dargestellt und vollzogen wird (metamorphosis, transfiguratio, transmutatio, conversio), andererseits als dramaturgischer terminus technicus, der die Umgestaltung des Bühnenraums und die ästhetisch-praktische Dimension dieses Vorgangs bezeichnet (vgl. change of scene, transformation, cambiamento scena). An Beispielen aus Oper und Drama (Libretti von Opitz und Lully, Händels Alcina, Rousseaus Pygmalion, Goethes Faust II, Wagners Rheingold und Brechts Mann ist Mann), die diesem Doppelsinn durch Handlungslogik und Raumkonzeption besonders Rechnung tragen, sollen in fünf Sektionen Möglichkeiten und Grenzen theatralischer Darstellung in ihren diversen Erscheinungsformen untersucht werden. Es wäre zu fragen, ob nicht gerade an der Wandlungsfähigkeit von Figur und Raum, die ohne wechselseitigen Bezug nicht denkbar sind, eine historisch je spezifische Medialität des Theaters und seine sozialen Funktionen ablesbar werden. Der Workshop überschreitet damit bewusst das Feld der klassischen Literaturwissenschaft auf Theater- und Musikwissen-schaft hin, um dramatische Texte (wieder) mit der unsteten Geschichte ihrer Inszenierbarkeit zu konfrontieren, die bekanntlich eine ganz eigene Ästhetik hervorgebracht hat.

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